Die Sprache der Blumen

Blumengrüße
Blumengrüße im Vorgarten

Blumen sagen mehr als tausend Worte. Jemandem mit Blumen etwas mitzuteilen oder ihm einfach eine Freude machen, diese sogenannte "Sprache der Blumen" reicht weit unsere Geschichte zurück. Schon im alten China gab es eine Blumenschrift. Auch im früheren Ägypten galten Blüten und Pflanzen für die Hieroglyphen als Vorbilder. Vermutungen zufolge wurde die Blumensprache, wie wir sie heute kennen, jedoch im orientalischen Raum entwickelt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts berichtete die englische Schriftstellerin Lady Mary Wortley Montagu in ihren Briefen aus Istanbul von der "Kommunikation mit Blumen". Hier lernte sie ein ausgefeiltes und komplexes System kennen, nach dem jeder einzelnen Blüte eine Bedeutung zukam. Durch ihre Briefe kam im damaligen viktorianischen Europa die unter dem Begriff "Selam" bekannte Blumensprache immer mehr in Mode. Zu dieser Zeit konnten vor allem junge Liebende ihre Zuneigung zueinander oftmals nicht zum Ausdruck bringen. Hierbei halfen nun die Blumen als Mittel der nonverbalen Kommunikation.

Dies war der Beginn für die Entwicklung eines umfassenden Zeichensystems mit Hilfe des Schenkens von Blumen. Zunächst wurden in der Regel Sträuße aus einer einzelnen Blumensorte übergeben, später folgten buntere Mischungen, denen eine Gesamtbedeutung zugemessen wurde. Jede einzelne Blume, die Farbe, das Alter der Blüte, die Anzahl im Strauß sowie jede Schleife sagten etwas aus.

Zudem spielten die Art der Haltung der Blumen eine große Rolle. Zeigten die Blüten beispielsweise nach unten, verkehrte sich ihre Bedeutung ins Gegenteil. In der viktorianischen Ära war es des Weiteren Sitte, dass Männer den Damen einen Ansteckstrauß überreichten, wenn sie diese zum Ball einluden. Die Art, wie und wo die Frauen den Strauß ansteckten, sagte etwas aus. Das Bouquet über dem Herzen bedeutende eine erwiderte Zuneigung, der Blumenschmuck im Haar wiederum galt als eine nonverbale Ablehnung. Die Autorin Edith Nesbit sorgte mit ihrem Kinderbuch "The wonderful garden" (auf Deutsch: „Der verzauberte Garten“)für eine zunehmende Beliebtheit der "Blumensprache".

Auch heute noch hat diese Art der Kommunikation nicht an Bedeutung verloren. In diversen Büchern und Schriften können sich Leser über die Sprache der Blumen informieren. Die rote Rose als das Zeichen großer Liebe ist das sicherlich bekannteste Beispiel. Doch gibt es noch unzählige weitere: Die Iris gilt als ein Symbol für ewige Treue, der Blaustern drückt die Bitte um Verzeihung aus und die Amaryllis den Stolz, mit der beschenkten Person befreundet zu sein. Gibt man jemanden wiederum eine Brennessel, so signalisiert man ihm, dass er durchschaut wurde. Mit der Übergabe einer Narzisse wird das Gegenüber ermahnt, weniger eitel zu sein. Und beim Schenken einer Akelei sagt man dem Anderen lapidar, dass er für einen Schwächling gehalten wird.

Aufgrund ihres Aussehens sowie ihrer einmaligen Eigenschaften werden Blumen und Pflanzen weitere verschiedene Bedeutungen zugeschrieben. Weiße Blüten wie Callas, Chrysanthemen, Heidekraut und Lilien werden häufig mit dem Tod in Verbindung gebracht und daher gerne als Grabschmuck verwendet. Jedoch wird diese Blütenfarbe auch mit den Begriffen Hoffnung, Unschuld und Reinheit gleichgesetzt.

Blumengrüße in Zeiten des Internets

Vor allem zu feierlichen Anlässen, wie zum Beispiel Geburtstage, Jubiläen, Valentinstag, Muttertag etc., gelten Blumen oftmals als das Geschenk erster Wahl. In Zeiten des Internets ist der Schenkende nicht mehr allein auf die Öffnungszeiten im Blumengeschäft angewiesen. Er hat die Möglichkeit, den Strauß ganz bequem vom heimischen PC, Notebook oder Smartphone in einem Online-Shop auszuwählen. Fehlt ihm zudem die Zeit, die Blumen selbst zu übergeben, so kann er diese auch an den Empfänger liefern lassen. Auf diese Weise signalisiert er ihm oder ihr, dass er trotzdem an ihn oder sie denkt.

Von Montag bis Samstag funktioniert die Anlieferung der Blumen größtenteils ohne Probleme, solange der Empfänger zu Hause ist und den Strauß entgegennehmen kann. Was aber, wenn der Wunschtermin auf einen Sonn- oder Feiertag fällt? Die Konditionen für Blumenlieferungen an Sonn- und Feiertagen sind fast so vielfältig wie das Sortiment der jeweiligen Online-Blumenhändler. Auch wird dieser Service nicht von allen Shops angeboten. Während der Blumenstrauß werktags als Paket zugestellt werden kann, wird er sonntags bzw. an Feiertagen vom Blumenboten gebracht. Dabei sollte bedacht werden, dass der Empfänger zu Hause ist. Schließlich soll der Blumengruß möglichst frisch übergeben werden. Die Angaben zu den konkreten Zustellungszeiten sind unterschiedlich. Nicht alle Anbieter benennen ein Zeitfenster. Wie bei den Zustellzeiten variieren auch die Lieferkosten von Shop zu Shop. So kann eine Sonn- oder Feiertagslieferung bis zum Vierfachen mehr kosten als jene an Werktagen. Es gibt aber auch Angebote ohne zusätzliche Kosten für den Sonntag.

Während Blumengrüße werktags oftmals noch am Tag der Auftragserteilung zugestellt werden, gelten für Sonn- und Feiertage andere Bestellfristen. Will man beispielsweise Blumen zum Hochzeitstag am kommenden Sonntag verschenken, so muss der Strauß spätestens bis Freitag oder Samstag mittags geordert werden. Damit beim Geburts- oder Hochzeitstag nichts schiefgeht, sollte in diesen Fällen besser auf eine kurzfristige Bestellung verzichtet werden, raten die Experten des Informationsportals www.blumenversand24.com.

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